Mit einem über Wochen intensiv einstudierten modernen Weihnachtsspiel „Der Weihnachtsgast“ machten Schülerinnen und Schüler der 6. Ganztagsklasse sowie der Ganztagsorientierungsklasse (GTO) aus der Mittelschule Wasserburg den Senioren im Altenheim St. Konrad eine vorweihnachtliche Freude. Organisiert und vorbereitet wurde der Nachmittag von Simone Kirschner, Sozialpädagogin der GTO, Maria Bliemel, Klassenlehrerin der GTO und Anna Maier, Musiklehrerin, die mit den Schüler/innen die Lieder für das Musical probte.

Frau Bliemel und Frau Kirschner studierten mit den Schüler/innen der GTO die Texte für das Weihnachtstheater ein. Die jungen Künstler/innen zeigten großes Talent beim Singen und Schauspielern und konnten sowohl die Liedtexte, als auch die Rollen auswendig zum Besten geben.

Im Anschluss wurde der Trickfilm „Spaghetti für Zwei“ gezeigt, den die Schüler/innen der GTO gemeinsam mit Frau Bliemel und Frau Kirschner in mühevoller Handarbeit in 8 Wochen gedreht haben. Er handelt von Vorurteilen und Freundschaft und wurde von den Schüler/innen mithilfe einer Trickfilmbox erstellt. Bis der 10minütige Film endlich im Kasten war brauchte es 8814 Bilder, die für jede Szene aufwendig mit aus Papier angefertigten Figuren und Gegenständen in die Trickfilmbox gelegt und vertont wurden. Das Projekt hat allen viel Spaß gemacht und die Schüler/innen haben in der Zeit gelernt, dass Freundschaft unabhängig von Herkunft, Aussehen und Religion entstehen kann.

Die Senioren sowie zahlreiche Eltern und Geschwister, die ebenfalls den Weg ins Altenheim fanden, freuten sich sehr über die vorweihnachtlichen Darbietungen der Schüler/innen.

Die Zusammenarbeit zwischen dem St. Konrad Seniorenheim und den sozialpädagogischen Angeboten der Mittelschule wird von Jahr zu Jahr intensiver. Regelmäßig absolvieren Schüler/innen der Praxisklasse sowie aus den Ganztagsklassen Praktika und engagieren sich auch in ihrer Freizeit ehrenamtlich in der Alltagsbegleitung im Seniorenheim. Die Jugendlichen gewinnen so Einblick in einen zukunftssicheren Beruf und bringen aber gleichzeitig auch Jugend und Freude ins Seniorenheim.

Bild GTO

Am Mittwoch, den 06.12.2017 hat die Klasse 9  cM aus der Mittelschule Wasserburg Truckerpakete gepackt, um sie nach Rumänien, Bosnien und Albanien zu versenden.

Viele werden sich fragen, was ein Truckerpaket ist! Ein Truckerpaket ist ein Paket, das arme Familien als Weihnachtsgeschenk bekommen. Die Schüler und der Lehrer, Herr Stümpfl, aus der 9 cM haben insgesamt sieben Pakete an die Johanniter weitergegeben. Es gab verschiedene vierer Teams, die jeweils das Gleiche gekauft haben. In den Truckerpaketen waren zum Beispiel Zucker, Mehl, Zahnbürsten, Kekse, Schokolade, Duschgel und Reis. Die Klasse 9 cM hat vor dem 06.12 alles geplant und eingekauft. Stefanie Obermeier und Alex Hilger, zwei Schüler aus der 9 cM, haben noch sechs Kisten mitgebracht. Am gleichen Tag hat die 9 cM ihre sieben Kisten gepackt und mit Geschenkpapier verziert. Ein paar Schüler haben die Tafel im Klassenzimmer verschönert, um davor noch ein Klassenfoto zu machen. Die 9 cM hatte einen erfahrungsreichen Tag und hofft, dass sie den armen Familien in Rumänien, Bosnien und Albanien eine Freude zu Weihnachten machen konnte.

Christine Eder, 9 cM

 

In den vergangenen Wochen durften wir in den Fachbereichen Soziales 8 und 9 im Rahmen von „Praxis an Mittelschulen“ unterschiedliche außerschulische Experten begrüßen.

So erlernten die Schülerinnen und Schüler der 8.Jgst. unter Anleitung der Konditormeisterin Barbara Hinterberger aus Soyen die fachlich richtige Zubereitung von Mürbteig. Die Küche duftete anschließend nach fein ausgeformten, frisch gebackenen Vanillehörnchen!

Frau Hinterberger konnte besonders gut darstellen, welche Möglichkeiten und Chancen ein guter Schulabschluss bietet. Sie hat, nach ihrem Schulabschluss auf der Mittelschule Wasserburg, zunächst eine Ausbildung zur Köchin abgeschlossen.  Anschließend absolvierte sie eine Konditorenlehre und hat inzwischen einen Meistertitel erlangt. Sie führt heute erfolgreich das Cafe` Altensee und hatte, nach eigener Aussage, sehr viel Freude daran, an ihrer „alte“ Schule zur Berufsorientierung beitragen zu können.

Konditorin2   Konditorin4

 

Ein „alter Hase“ als Experte der Mittelschule Wasserburg ist inzwischen Herr Paul Fußstetter, der in Schambach einen eigenen erfolgreichen Gourmetservice sein Eigen nennt und gefragte Kochkurse für Erwachsene hält.

Trotzdem nimmt er sich seit Jahren Zeit für die Schüler in „Praxis an Mittelschulen“ und macht beste Werbung für seinen Berufsstand. Köche werden immer gebraucht. Allerdings ist der Beruf auch sehr anstrengend.

So flott, wie ein ausgebildeter Koch und Küchenmeister, kann man nach zwei Übungsstunden natürlich noch nicht gleich schneiden; aber Herr Fußstetter zeigte den Schülern die richtige Handhabung großer Messer und es wurde fleißig geübt! Nun warten im Tiefkühlvorrat viele Beutel hauchdünn geschnittener Gemüsestreifen (Julienne) und winzigste Zwiebelwürfel (Brunoise)auf die Weiterverarbeitung im Fachunterricht.

Herr Fußstetter zeigte den Schülern auch, wie in der Restaurantküche mit Schälabfällen umgegangen wird und dass daraus eine hervorragende Gemüsebrühe gekocht werden kann. Es muss nicht immer alles gleich in den Biomüll wandern, Sparsamkeit ist angesagt!

Koch 

 

Die 9. Jahrgangsstufe steht kurz vor ihrem Übungsprojekt.

Daher war es sehr hilfreich, dass Frau Sandra Schuster als Restaurantfachfrau im Gourmetservice Fußstetter, den Schülern das fachlich richtige Eindecken eines Tisches, sowieso das An- und abservieren zeigte.

Jeder bewundert, wie geschickt ein Kellner mit 3 Tellern auf Arm und Hand durch ein vollbesetztes Restaurant laufen kann. Frau Schuster vermittelte dazu wichtige Tipps und Kniffe und berichtete ebenso über die Anforderungen, die an Azubis im Berufsbild Restaurantfachmann/-frau gestellt werden.

Bei den Prüfungsessen dürfen wir uns jetzt sicher auf einen kompetenten Service freuen!

 

Restaurantfach3  Restauratantfach2 

 

Wichtiger Bestandteil eines ansprechend eingedeckten Tisches ist das Blumengesteck in der Mitte.

In der Projektprüfung wird die Herstellung eines solchen verlangt, weshalb die Berufsorientierung durch eine Floristin zum perfekten Zeitpunkt kam. Leider war Frau Gerlinde Schroll vom Matzinger Blumenladen kurzfristig verhindert, weshalb Frau Hinterstocker ihre Aufgabe übernahm.

Wir Fachlehrer haben über die vielen Jahre in denen Frau Schroll unsere Schule besucht, auch bereits einiges gelernt!

So entstanden hübsche Tischgestecke, die ohne großen Zeit- und Kostenaufwand für viele Anlässe selbst gesteckt werden können.

Im Beruf der Floristin ist nicht nur Kreativität gefragt, arbeiten wird man hauptsächlich im Stehen und auch das Heben und Tragen von schweren Gestecken oder Blumenkübeln gehören zum Berufsbild dazu. Körperlich Fitness ist deshalb genauso wichtig wie Gespür für Farben und Formen.

Über ein Informationsblatt erfuhren die Schüler alles Wesentliche zum jeweiligen Berufsbild.

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Wir danken herzlich Fischer Netzwerk für die Bearbeitung der Förderanträge und unseren Experten für den Einsatz an unserer Schule. Wir hoffen, dass wir auch im nächsten Jahr wieder auf sie zählen dürfen!

Stephanie Hinterstocker, Renate Blümlein-Lux und die Schüler der 8. und 9. Klassen im Fachbereich Soziales der Mittelschule Wasserburg

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Auch in diesem Jahr hat sich der Förderverein am Ferienprogramm der Stadt Wasserburg beteiligt. Gemeinsam machten wir uns per Bürgerbus der Gemeinde Soyen sowie einem „Begleitfahrzeug“ auf den Weg Richtung Rott am Inn, zur Confiserie Dengel.

Dort angekommen schlüpften wir in die sterilen Schutzmäntel, bedeckten unsere Haare und ab ging die Führung durch die Schokoladenwelten. An jedem Halt bekamen wir Kostproben die allen sehr geschmeckt haben. Es wurden von den Kindern reichlich Fragen gestellt, die Zeit verging wie im Flug. Abschließend bekam jeder noch ein kleines Schokoladenpaket als Reiseproviant.

Im naheliegenden Besucherpark der Confiserie amüsierten sich die Kids, nach einer kurzen Brotzeit noch bei den Trampolins und Klettertürmen bevor es wieder zurück nach Wasserburg ging.

Ein rundum gelungener Ausflug, der für die meisten viel zu schnell endete.

Wolfgang Altinger

Es ist keine neue Idee: Schon der Reformpädagoge Berthold Otto erkannte, dass ältere Schüler jüngeren Schülern viel beibringen können. Insbesondere im Fach Mathematik ist es ganz oft erforderlich, dass man bei der Hausaufgabe mal Hilfestellung bekommt, weil man selbst gerade mit dem Stoff nicht zurechtkommt.


In diesem Sinne wurde nun am Luitpold-Gymnasium Wasserburg unter der Leitung von Fr. OStrin Kaltenhauser ein P-Seminar mit dem Arbeitstitel 'Mathe-Mafia' gegründet: Die 14 Teilnehmer aus der 11. Klasse fungieren als Mathematik-Paten für die Wasserburger Zehntklässler und treffen sich in individueller Absprache einmal in der Woche, um Mathematiknachhilfe zu geben. Dieses wunderbare Angebot fand bei unseren Mittelschülern so viel Anklang, dass nun sogar manche 'Paten' zwei Schüler betreuen müssen. Die betreuenden Mathematiklehrer der Mittelschule, Konrektorin Maria Albert und Jan Block, sind jedenfalls sehr dankbar für diese fördernde Maßnahme und unterstützen die Aktion nach besten Kräften.


Es wäre für unsere Schüler ein wunderbares Geschenk, wenn das P-Seminar auch in den Folgejahren fortgesetzt werden könnte. Wir wünschen den Paten und ihren Patlingen von Herzen großen Erfolg in den anstehenden Prüfungen!

Jan Block, Klassleiter 10V1

Am Mittwoch den 11.10.17 besuchten wir, die Klasse 9cM der Mittelschule Wasserburg, die Filiale Aldi SÜD in Wasserburg. Nach unserer Ankunft erzählten uns die Mitarbeiterinnen etwas über die Ausbildung und über die Filiale. Der Aldi in Wasserburg ist Teil vom Bereich Ebersberg, einem von 31 Regionalgesellschaften. Wie bei allen Geschäften gilt auch hier das Motto "Der Kunde ist König". Aldi versucht seinen Kunden gute Qualität zu günstigen Preisen anzubieten und kontrolliert dafür die Herstellung und Lieferung der Produkte, damit man sich sicher sein kann was man kauft.

In der Ausbildung zum Verkäufer hat man 2 Lehrjahre, die dual in der Schule und am Arbeitsplatz ablaufen. In einem 3. Lehrjahr kann man anschließend die Ausbildung zum Kaufmann im Einzelhandel absolvieren. Zu den Aufgaben eines Verkäufers gehören die Qualitätskontrolle von Lebensmitteln, das Auffüllen von Regalen sowie das Kassieren an der Kasse. Diese Aufgaben durften wir nach einer Führung durch das Lager und den Verkaufsraum selbst verrichten. Nach einer Stärkung und einer kleinen Geschenkübergabe kehrten wir wieder an die Schule zurück.

Anna Huber, 9cM

9cM-vor-Aldi.JPG "Wir durften auch mal kassieren".JPG

Parallel zur Bundestagswahl hat die Mittelschule Wasserburg mit 5 Klassen an der diesjährigen Juniorwahl teilgenommen.

Bei der Juniorwahl handelt es sich um ein bundesweites Projekt mit dem Ziel, Schülern einen Einblick in das Thema „politische Bildung und Wahlen“ zu geben. Zum wiederholten Mal konnten Schüler der Mittelschule ihre Stimme abgeben. Vorab informierten sich Schüler über Parteien und Politiker, um unter realen Bedingungen ihren Stimmzettel auszufüllen.

Organisiert und durchgeführt wurde die Wahl durch Wahlhelfer der Klasse 10V2. Unter der Leitung der Klassenlehrerin Bianka Strahberger wurden von Erdem Pala, Elias Aigner, Matthias Schärfl, Mehmet Cindir, Aydoan Kabilov und Julia Hilger Wahlbenachrichtigungen an Schüler der 9. und 10. Klassen verteilt. Ausgestattet mit Wahlkabine und Urne öffnete Das Wahllokal am 20.09. Danach wurden insgesamt 74 gültige Stimmzettel mit folgendem Ergebnis ausgewertet: Die CSU erhielt 34% der Stimmen, 26% gingen an Bündnis90/ Die Grünen, 19% für SPD und 7% an die FDP.

Für die Wahlhelfer war es eine neue und interessante Erfahrung dieses Ehrenamt auszuüben und vielleicht konnten durch dieses Projekt Schüler motiviert werden, später an richtigen Wahlen teilzunehmen.

Juniorwahl

Wahlhelfer der Klasse 10V2 von links: Erdem Pala, Elias Aigner, Matthias Schärfl, Mehmet Cindir, Aydoan Kabilov und Julia Hilger

 

Lisa Walter (Schulbeste) bei der Überreichung des Abschlusszeugnisses

Jeder ist wichtig und niemand wird zurückgelassen! Mit dieser Kernbotschaft wurden dieses Jahr die sechs Abschlussklassen der Wasserburger Mittelschule in ihre weitere schulische oder berufliche Zukunft entlassen. Der Rathaussaal bot dazu die richtige Atmosphäre, um die ersehnten Zeugnisse nach Grußworten und musikalischen Beiträgen von Jenny Ibetsberger, Anna Huber, Bleona Haziri und Schülern der 5. und 6. Klassen endlich entgegen nehmen zu können.

75 Schülerinnen und Schüler seien angetreten, den Qualifizierenden Mittelschulabschluss zu machen, 69 Prozent hätten dieses Ziel erreicht, verkündete Schulleiter Franz Stein gleich zu Beginn der Feier. Gar 96 Prozent schafften den ‚Mittleren Schulabschluss‘ in der 10a und 10b, zudem alle 19, die den zweijährigen Weg zu diesem Abschluss in der 10V2 gewählt hatten. Obendrein wurden auch acht Schüler der Praxisklasse verabschiedet. Die externen Teilnehmer an der Quali-Prüfung waren dagegen weniger erfolgreich. Von 27 erreichten nur sechs die angestrebte Qualifikation.

Franz Stein freute sich in seiner Ansprache über den gezeigten Fleiß und die Ausdauer, mit der die schulischen Aufgaben gemeistert worden seien. Allen Ansprüchen dabei immer gerecht zu werden sei jedoch schwierig, Unterschiede in der Leistung würden gesehen und honoriert, Dank gebühre allen Menschen, die mit Anteil am jeweilig erfolgreichen Abschluss hätten, Schüler und Eltern könnten gemeinsam stolz auf das Erreichte sein. 3. Bürgermeister Otto Zwiefelhofer verwies nach einem historischen Rückblick auf Stadtgeschichtliches auf die Möglichkeiten, die sich den Absolventen im digitalen Zeitalter böten. Sie seien durch die Schule gut vorbereitet worden, sollten sich aber Freiräume im Bereich Kultur, Kunst oder Sport bewahren, da sich hier auch Freundschaften fürs Leben entwickeln könnten.

Jakob Singer, der für Elternbeirat und Förderverein sprach, dankte allen für ihren Einsatz und die vertrauensvolle Zusammenarbeit. Den Absolventen wünschte er, dass alle ihren Platz in der Gesellschaft finden und die vorhandenen Talente nutzen könnten.

Die verschiedenen Redebeiträge der Schülerschaft waren weitgehend von Dank geprägt. Mit der in der Schule gelegten Basis könne man jetzt durchstarten. Zusammenfassend zeigte sich, dass sich die Schüler froh zeigten, dass das Pauken hinter ihnen läge, die Eltern stolz auf den Erfolg wären und die Lehrer froh seien, dass sie wieder eine Schülergeneration überstanden hätten.

Für die Lehrer der 9. Klassen sprachen Andrea Anger, Simon Thomalla und Marion Thürstein. Sie betonten übereinstimmend die Wichtigkeit jedes Einzelnen, die Fairness und den Zusammenhalt, der die Klassengemeinschaften geprägt habe. Trotz manchmal endlosen Diskussionen und gelegentlichem Streit habe man sich immer gleich wieder vertragen und so zu positiven Zusammenleben beigetragen. Tobias Steiner, der für die 10. Klassen sprach, verglich diese mit einem Segelschiff. Da gäbe es auch eine Mannschaft und einen Kapitän und alle müssten sich aufeinander verlassen können, damit das Schiff auf Kursbliebe, schwierige Gewässer, mathematische Untiefen und Flauten überwinden könne. Das Ziel ohne Schiffbruch angekommen zu sein, sei jedenfalls erreicht worden.

Schulleiter Franz Stein und die einzelnen Klassenleiter beglückwünschten zum Abschluss alle Absolventen auf der Bühne und überreichten die Zeugnisse. Besonders hervorgehoben wurden dabei die Klassenbesten. Das waren in der 9aG Burcu Cay, in der 9b Korbinian Springer und in der Praxisklasse Raphael Liebl. In der 10a waren Anna Lena May und Laiya Lin die besten, in der 10b Giulia Fischer und Arjanita Dula. Insgesamt als beste Schülerin der Schule schloss Lisa Walter aus der 10V2 mit sehr gut ihre Prüfung ab und konnte freudestrahlend von ihrem Klassleiter Martin Stümpfl das Zeugnis entgegennehmen.

Karlheinz Rieger

Jenny Ibetsberger  Anna Huber
Überraschung der 5. und 6. Klassen Entlassschüler 2017

"Zusammen sind wir bunt!" Davon konnten sich die zahlreichen Besucher bei der Ausstellungseröffnung "bella Figura & kreative Köpfe" in der Aula der Mittelschule Wasserburg gleich mehrfach selbst überzeugen.

Schülerinnen und Schüler aus der Praxisklasse, der GTO, der 7. Und 10. Jahrgangsstufe hatten zusammen mit Claudia Fischer, Simone Kirschner, Pia Reiter und Stephan Schrag eine sehenswerte Präsentation zusammengestellt, die unter künstlerischer Begleitung unter anderem von Andrea Ernst und Leonhard Krebs einen besonderen Anstrich bekam. 20 Nationen werden an der Mittelschule unterrichtet, Grund genug, sich mit dem Thema Freundschaft zu befassen, die unabhängig von Hautfarbe, Glaube und Herkunft entstehen könne, setzte man sich nur zusammen und gebe man ihr eine Chance, wurde einleitend auch von Schülerseite festgestellt. Ausgehend von der Kurzgeschichte „Spaghetti für Zwei“ von Federica de Cesco hatte die Ganztagesorientierungsklasse einen Trickfilm erstellt und sich dem Thema „auf Gefühle eingehen“ angenähert. Des Weiteren waren unter Anleitung von Andrea Ernst von fünf Schülerinnen und Schülern aus der Praxisklasse der 10. Jahrgangsstufe in zahlreichen freiwilligen Stunden Schaufensterpuppen bemalt und gestaltet worden, die sich sehen lassen können, ebenso wie die bemalten Köpfe, die ursprünglich einmal für die Ausbildung im Friseur-Handwerk eingesetzt worden waren. Aber auch die Figuren der 7cM oder die bereits in den vergangenen Jahren entstandene Metallskulptur, die mit Willibald Mittermeier zusammen entstand, zeigten die Vielfalt gestalterischer Ideen, die bereits bisher an der Mittelschule auch Motivation und handwerklicher Geschick förderten. Leonhard Krebs, der vor zwei Jahren bereits die Holzfiguren in der Aula mit Schülern zusammen gestaltet hatte, warnte bei seiner Vorstellung davor, kreative Fähigkeiten und den Erfindergeist, also alles, was einem dazu so in die Wiege gelegt sei, verkümmern zu lassen. Die Gesellschaft brauche neue Ideen und ein Umfeld, das die Kreativität fördere, wie eben die Mittelschule Wasserburg. Auch die Ganztagsorientierungsklasse, die von der Sozialpädagogin Simone Kirschner unterstützt und vom Landkreis Rosenheim und der Stadt Wasserburg gemeinsam finanziert und getragen wird, zeigte durch den bei der Vernissage vorgestellten Trickfilm mit unzähligen Bildern überraschendes Können und gestalterische Fähigkeiten, was allseits lobend herausgestellt wurde. Besonders freute alle Anwesenden, dass sich unter anderem die Praxisklasse entsprechend eingebracht hatten, die nun schon seit dem Schuljahr 2000 an der Mittelschule Wasserburg angesiedelt ist und seither sozialpädagogisch von Claudia Fischer begleitet wird. Dieses besondere Angebot wird von der Stadt Wasserburg und der Europäischen Union finanziert. Die Ausstellung war von 11.07. - 13.07.2017 zwischen 13 und 16 Uhr auch für die Öffentlichkeit zugänglich. (Hier geht es zu den Bildern!)

Karlheinz Rieger

bella figura

„Spaghetti für Zwei“ heißt der Trickfilm, den die Schüler/innen der GTO gemeinsam mit Frau Bliemel und Frau Kirschner in mühevoller Handarbeit in 8 Wochen gedreht haben.

Er handelt von Vorurteilen und Freundschaft und wurde von den Schüler/innen mithilfe einer Trickfilmbox erstellt. Bis der 10minütige Film endlich im Kasten war brauchte es 8814 Bilder, die für jede Szene aufwendig mit aus Papier angefertigten Figuren und Gegenständen in die Trickfilmbox gelegt und vertont wurden. Das Projekt hat allen viel Spaß gemacht und die Schüler/innen haben in der Zeit gelernt, dass Freundschaft unabhängig von Herkunft, Aussehen und Religion entstehen kann.
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Am 19. Juli 2017 durften nun die Schüler/innen der GTO gemeinsam mit Frau Bliemel und Frau Kirschner ins Stadtkino Trostberg fahren, in dem neben weiteren eingereichten Trickfilmen aus Grund- und Mittelschulen in der Umgebung auch ihr Trickfilm auf Kinoleinwand noch einmal vor 80 anderen Schüler/innen präsentiert wurde. Alle Anwesenden waren sichtlich begeistert, was die GTO mit ihrem Film auf die Beine gestellt hat, da es darin um ein wirklich wichtiges Thema gehe: „Integration“. Die Schüler/innen wurden im Anschluss auch auf die Bühne geholt, um Fragen zum Film zu beantworten und sich die wohlverdiente Urkunde, einen Verzehrgutschein vom Kino sowie einen kräftigen Applaus für ihre tolle Arbeit abzuholen.

Im Anschluss durften die Schüler/innen verschiedene Workshops rund um das Thema „Film“ besuchen z. B. eine Schminkstation, die Selfie-Station oder ein TV- Studio und hatten viel Spaß dabei, sich schminken zu lassen oder sich als Reporter im Interview geben zu versuchen.

Nun bleibt uns nur noch zu sagen:

Wir sind stolz auf unseren Film und wünschen viel Spaß beim Anschauen. (Hier geht es zum Film!)

Simone Kirschner

Ausstellung 1
Ausstellung 2

 

Von Dienstag,  11.7.17 bis Donnerstag, 13.7.17 zwischen  13.00 Uhr bis 16.00 Uhr ist die Ausstellung auch für die Öffentlichkeit zugänglich.

Am Donnerstag, den 13.07.2017, gingen die Klassen 7aG, 7b und 7cM zur Autorenlesung von Jochen Till, welche der Elternbeirat der Mittelschule Wasserburg organisiert hatte, in den Sparkassensaal der Stadt Wasserburg. Dort erzählte er vieles über seine Karriere als Buchautor, unter anderem auch, dass er selbst nicht entscheiden darf, wie das Buch heißt und das Buchcover aussieht. An einem verkauften Buch verdient der Autor meist unter 1 Euro. Deshalb können viele Autoren vom Verkauf ihrer Bücher nicht leben. Außerdem bringt er immer Ideen aus seinem eigenen Leben in die Geschichte des Buches mit ein. Nach circa 2 Stunden bedankten und verabschiedeten wir uns. Eines seiner Bücher („Ausgeflogen“) werden wir nun im Deutschunterricht lesen. 

Altin Tahiraj & Besmir Krasnici, 7aG

Autorenlesung

Heute hier, morgen fort - Hunderte junge Handwerker folgen einer Uralt-Tradition: Sie dürfen auf der Walz kein Geld für Schlafen oder Reisen ausgeben, und schon gar nicht nach Hause. Einblicke in eine Welt voller Geheimregeln.

Sie tragen Schlapphut und Ohrringe, schwarze Trichterhosen und eine perlmuttgeknöpfte Weste über dem weißen Hemd. In ihrer Kluft fallen sie auf wie Pinguine in einer Spatzenschar. So fiel den Schüler/innen der Praxisklasse auf ihrem Ausflug nach München sofort der Wandergeselle auf, dessen Weg sie auf dem Marienplatz kreuzten. Er befinde sich mittlerweile seit neun Monaten auf der Walz, wie er sogleich erzählte: „Auf der Walz sein“ bedeutet „er ist als Handwerksbursche gerade auf Wanderschaft“. Sein Beruf ist Tischler und er wandert von Betrieb zu Betrieb, um dort für Kost und Unterkunft mitzuarbeiten. Wanderburschen dürfen kein Geld verdienen und auch keins mit sich führen und auch keine öffentlichen Verkehrsmittel oder Autos benutzen.

Er kommt aus dem Norden Deutschlands und hat bereits halb Europa/Deutschland? „bewandert“. Sein nächstes Ziel ist Frankreich. Geschenke dürfen sie annehmen und deshalb bekam er von uns ein Päckchen Gummibärchen, welches jemand von uns dabei hatte.

Bis ins späte 18. Jahrhundert musste jeder Handwerksgeselle, der ein Meister werden wollte diese Wanderschaft antreten.

Die Wanderschaft ist eine in jeder Beziehung praxisnahe Lebensschule, die jedem fremden Gesellen ein gesundes Selbstvertrauen gibt, seinen Horizont erweitert und die berufliche Erfahrung vervielfältigt.

Davon zehrt er wohl sein ganzes Leben!

 

walz