Die Praxisklasse ist ein besonderes Angebot an unserer Schule, die freiwillig besucht werden kann.

Sie wird von dem Europäischen Sozialfond (ESF) und der Stadt Wasserburg finanziell gefördert.

 

 Wasserburg am Inn

 

 

Die Praxisklasse ist ein Modell der Förderung von Schüler*innen der Mittelschule mit großen Lern- und Leistungsrückständen. Schüler*innen werden im Lernen und im praktischen Bereich gezielt gefördert. Sie werden zu einer positiven Lern- und Arbeitshaltung geführt und durch die Kooperation mit Wirtschaft und Betrieben (Praktika) in das Berufsleben begleitet.

 

Aufnahmebedingungen

In die Praxisklasse können auf Antrag der Erziehungsberechtigten Schülerinnen und Schüler in der Regel im neunten, aber auch schon im achten Schulbesuchsjahr aufgenommen werden.

 

Praktika

Durch 9 Wochen Praktika, verteilt über das Schuljahr, werden die Schüler*innen an eine Ausbildung herangeführt und gut darauf vorbereitet.

Sozialpädagog*innen in Praxisklassen stehen als Ansprechpartner für Schüler*innen, Eltern, Lehrer und Ausbildungsbetriebe zur Verfügung. Sie leisten die notwendige flankierende sozialpädagogische Betreuung und Hilfe aller Schüler*innen der Praxisklassen.

 

Unterricht

Der Unterricht stellt sich ganz auf das Leistungsvermögen dieser Schüler ein. Er konzentriert sich auf das elementare Grundwissen, vor allem in den Fächern Deutsch und Mathematik. Die Lehrkraft orientiert sich bei der Auswahl der Unterrichtsinhalte auch an der Werkstattpraxis und verknüpft so den Unterricht mit den Erfordernissen und Erfahrungen der Praktika.

 

Abschluss und Prüfungen

Schülerinnen und Schüler, die mindestens im neunten Schulbesuchsjahr sind und die eine
Praxisklasse besuchen, haben die Möglichkeit, den erfolgreichen Abschluss der Mittelschule mit dem Bestehen einer theorie-entlasteten Abschlussprüfung zu erlangen. Für die Prüfung ist an Schulen, die eine Praxisklasse führen, eine Prüfungskommission zu bilden (MSO § 56 Abs. 5 gilt entsprechend).

Die Prüfung umfasst:

  • im Fach Deutsch einen schriftlichen und einen mündlichen Teil,
  • im Fach Mathematik einen schriftlichen Teil,
  • im Fächerverbund Arbeit-Wirtschaft-Technik, Geschichte/Sozialkunde/Erdkunde und
  • Physik/Chemie/Biologie insgesamt einen schriftlichen Teil,
  • eine Projektprüfung aus Arbeit-Wirtschaft-Technik.


Die Prüfungsaufgaben werden von der Schule gestellt. Die Arbeitszeit beträgt im Fach Deutsch 90 Minuten, davon 75 Minuten für den schriftlichen, 15 Minuten für den mündlichen Teil, im Fach Mathematik 60 Minuten und in der schriftlichen Prüfung aus dem Bereich Arbeit-Wirtschaft-Technik, Geschichte/Sozialkunde/Erdkunde und Physik/Chemie/Biologie 45 Minuten; für die Projektprüfung in Arbeit-Wirtschaft-Technik ist eine angemessene Prüfungszeit vorzusehen.

Die Abschlussprüfung ist bestanden, wenn die Durchschnittsnote 4,0 oder besser ist. Die Durchschnittsnote errechnet sich aus der Summe der Noten aus den vier Prüfungsteilen nach Satz 1, wobei die Note der Projektprüfung doppelt zählt; das Ergebnis der Notensumme wird durch die Zahl 5 geteilt. Schülerinnen und Schüler, die die Abschlussprüfung bestanden haben, erhalten ein Zeugnis über den erfolgreichen Abschluss der Mittelschule.

 

Stundentafel

Fächer Anzahl der Unterrichsstunden
Religion / Ethik 2
Deutsch, Mathematik
10
AWT, PCB, GSE
4
Sport
2+2
Arbeitsgemeinschaft (AGP)
2
Förderunterricht (FöU)
2
Gesamtstundenzahl der Unterrichsstunden
22+2
Praxistag
8
Gesamtstundenzahl
30+2