In Bayern gibt es eine große Zahl von Kindern und Jugendlichen mit sonderpädagogischem Förderbedarf. Auf dem Weg der Umsetzung der UN-Behindertenkonvention wurde mehreren Schulen im Freistaat das Schulprofil "Inklusion" verliehen, darunter der Mittelschule Wasserburg. Wenngleich alle Schulen Bayerns Inklusionsschulen sind, so liegt es besonders an den Schulen mit dem Profil "Inklusion" Konzepte und Ideen zu entwickeln, wie und wo Kinder mit Behinderungen besonders geeignet gefördert werden können. In Grund- und Mittelschulen mit dem Profil "Inklusion" gestalten Lehrerinnen und Lehrer der allgemeinen Schule und Lehrkräfte aus den Förderzentren eigenverantwortlich das gemeinsame Lernen.

Mittelschullehrkräfte und Sonderpädagogen arbeiten gemeinsam. Für dieses an Mittelschulen neue Aufgabengebiet stellt das Kultusministerium der Mittelschule Wasserburg 15 zusätzliche Lehrerstunden zu Verfügung. Unterstützt wird das Ganze mit 13 Lehrerstunden einer Inklusionslehrkraft aus dem Förderzentrum Wasserburg. Zur Zeit sind ca. 20 Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf aus den Bereichen Lernen, emotionale und soziale  Entwicklung sowie Hören und Sehen an der Schule.

Mittelschulen und Förderschulen bieten verschiedene Wege der Förderung an. Beide Schulen können geeignete Förder- und Lernorte sein. Ziel muss es sein, im Interesse der Kinder, im Dialog zwischen Eltern und Schule den für das jeweilige Kind am besten geeigneten Lernort zu finden.

Unsere Inklusionslehrkraft berät und arbeitet mit Eltern und Lehrkräften im Team mit der Schulpsychologin und den Sozialpädagogen der Schule. Bei Bedarf unterstützt sie Schülerinnen und Schüler in Kleingruppen oder individuell.

Falls Sie für ihr Kind einen sonderpädagogischen Förderbedarf sehen oder von der Lehrkraft Vermutungen rückgemeldet bekommen und sich von dem Konzept angesprochen fühlen, läuft das Vorgehen in etwa wie folgt ab:

  • Die Schülerinnen und Schüler werden auf Antrag der Eltern für eine Überprüfung durch die Inklusionslehrkraft angemeldet.
  • Nach Einholung einer Schweigepflichtsentbindung macht sich das Inklusionsteam durch Schülerbeobachtungen, Eltern-, Schüler- und Lehrergespräche sowie durch eine individuelle Diagnostik ein Bild vom Förder- und Inklusionsbedarf des Schülers/der Schülerin.
  • Die Ergebnisse der Überprüfungen werden den Eltern im Elterngespräch dargelegt.
  • Gemeinsam mit den Eltern wird über das weitere Vorgehen entschieden. Möglichkeiten wären z. B. eine Notenaussetzung und eine lernzieldifferente Unterrichtung oder eine zusätzliche Förderung durch die Förderlehrerin der Schule bzw. die Inklusionslehrkraft.
  • Im Laufe des Schuljahres erhalten die Eltern Rückmeldung über den Verlauf der inklusiven Beschulung.
  • Auf Wunsch der Eltern können auch überregionale mobile sonderpädagogische Dienste für eine Beratung und Unterstützung hinzugezogen werden.
  • Das Inklusionsteam unserer Schule arbeitet eng mit Fachärzten und Fachkliniken für Kinder- und Jugendpsychiatrie sowie Therapeuten zusammen.

An unserer Schule ist für den Bereich Inklusion die Sonderpädagogin Frau Maria Polychronis als Inklusionslehrkraft zuständig. Sie ist an drei Tagen mit 13 Stunden an der Schule und per Mail unter: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! zu erreichen.