Du kannst was verändern!

 

IRENE KRÄNZLEIN (Lehrerin)

 

Unter diesem Motto stand der Kirtamontag in diesem Schuljahr. Dabei wurde Eingeschlafenes wiederbelebt und Neues gewagt.

Zu Beginn des Tages staunten die Religionspädagogen, die nach langer Zeit mal wieder zu einem (freiwilligen) Gottesdienst einluden, nicht schlecht, als sich die evangelische Christuskirche bis auf den letzten Platz füllte. Das Staunen ging weiter, denn die fast 400 unterschiedlich gläubigen SchülerInnen feierten einen ruhigen und berührenden Gottesdienst miteinander. Dafür möchten sich alle Beteiligten an dieser Stelle nochmals herzlich bedanken. Frau Zeißl machte an ganz alltäglichen Schulsituationen deutlich, wie man sich verhalten kann, um anderen aus einer schwierigen Lage zu helfen und dass es dafür oft nur einen kleinen Ruck und etwas Mut braucht. Musikalisch umrahmt wurde das ganze durch Lieder von 7./8./9. Klässlerinnen.

Und wenn jeder einzelne etwas durch sein Verhalten in unserem Schulalltag verändern kann, dann können 400 SchülerInnen und ihre LehrerInnen auch etwas in der ganzen Stadt verändern. Und so strömten nach dem Gottesdienst alle, ausgerüstet mit Mülltüten, Handschuhen, Wäscheklammern und Müllzwickern los um die Stadt sauberer zu machen. Vom Badria bis hin zur Rampe, am Inn entlang, in der Altstadt und an der Wuhr wurden an diesem Vormittag unglaubliche Mengen an Müll gesammelt. Es war beeindruckend mit welchem Ehrgeiz die Kinder sich auf die Suche machten und die Tüten füllten, wobei sie auch immer wieder ihre Fassungslosigkeit über all den achtlos weggeworfenen Müll zum Ausdruck brachten.

Hunderte von Zigarettenstummeln, Wapes, Flaschen bis hin zu Autoreifen stapelten sich später auf dem Pausenhof. „Schon cool, dass wir so viel gesammelt haben, aber schlimm, dass das alles einfach rumlag!“, sagte eine Schülerin beim Betrachten der vielen Tüten.

Am Ende des Schultages konnte bei Musik mit Laugenknöpfen und Quarkbällchen gefeiert werden, dass wir echt was verändert haben an diesem Tag. Und wir hoffen sehr, dass es ein bisschen anhält.